5. September bis 3. Oktober 2013: Fotoausstellung „Anders sein – anders sehen“ in Darmstadt

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17 Momente in der Zeit eingefroren, 17 Bilder von Menschen, die über 24 Jahre hinweg auf drei vier verschiedenen Kontinenten aufgenommen wurden.

Menschen die anders sind, anders aussehen, ander(sartig)e Menschen sehen, Menschen die anders sehen und Menschen die anderes sehen. Nicht in knalligen, offensichtlichen Gegensätzen, sondern in kleinen, oft sehr feinen Differenzen.

Andersartigkeit ist Voraussetzung für unsere Individualität. Und doch flößt sie vielen Menschen Angst ein: Homophobie und Fremdenfeindlichkeit sind nur zwei prominente Beispiele dafür. Wer sich von solchen Ängsten frei macht, kann auf der Suche nach Andersartigkeit spannende neue Realitäten, Sichtweisen und Menschen entdecken. Die Kamera schärft dabei den Blick für die feinen Details und ermöglicht diese Erlebnisse, Situationen und Momente über die wenigen Sekundenbruchteile ihrer Realität hinaus bewahren und teilen zu können.

17 Bilder können dieses spannende Thema nur anreißen. Sie können anregen, inspirieren, unterhalten, nachdenklich machen, anstiften. Und vielleicht sogar ins Gespräch bringen.

Keines der Bilder ist gestellt. Alle sind echt, aufgenommen ohne Ankündigung, ohne Vorbereitung, ohne Schminke, ohne Photoshop. Die Qualität ist bestimmt von den Lichtverhältnissen, der vorhandenen Kamera, dem (falls überhaupt möglich) gerade montierten Objektiv. Aber auch dem Filmmaterial, der Alterung und dem Scanvorgang, weil sie teilweise noch auf Diafilm aufgenommen wurden.

Insofern gibt es im Theater im Pädagog keine Kunstfotografie zu sehen, sondern journalistische Fotografie, die erst durch die Befreiung aus ihrem temporalen und lokalem Kontext und der Zusammenstellung als Ausstellung einen allgemeinen (künstlerischen?) Anspruch gewinnt.

Daher werden die Fotos auch ohne jede Benennung von Zeit und Ort bleiben. Die Besucher der Ausstellung sollen nicht durch Vorurteile und anderer Kopf-Bilder gelenkt oder in der Wahrnehmung des Bildes belastet werden. Denn das Werk wird erst in Interaktion mit dem Betrachter vollendet. Ob, wie und mit welchem Bild/welchen Bildern das bei euch funktioniert, würde mich interessieren –  hinterlasst einfach einen Eintrag im vor Ort aus liegenden Artbook.

Noch ist die Ausstellung nicht zu Ende geplant. In den nächsten Wochen werde ich die Auswahl der Bilder weiter einschränken (von derzeit ca. 60 auf die Zielzahl 17) und hier einige Bilder posten, die nicht in die engere Auswahl kamen.

Noch bis Anfang Oktober im Theater im Pädagog, Pädagogstr. 5, Darmstadt

Öffnungszeiten

 

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